Österreichischer Verband der HeilmasseureInnen und med. Kneipp BademeisterInnen

Unsere Leistungen 

Wir pflegen regen Kontakt zu unseren Mitgliedern

 Wir sind der älteste Berufsverband (seit 1963) der HeilmasseureInnen und HeilbademeisterInnen und haben das neue Gesetz (Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz - MMHmG) veranlasst und wesentlich daran mitgearbeitet.
Die Interessen der Medizinischen MasseureInnen, sowie HeilmasseureInnen zu vertreten, ist unser Auftrag.
Jede/r Masseur/in hat das Recht auf eine dem Wert angemessene Entlohnung.

 Wir vertreten die HeilmasseureInnen und die Med. MasseureInnen bei allen öffentlichen Stellen wie den  Ministerien, sowie auch der Gesundheitsberufekonferenz Österreich.

Mit unserer Arbeit versuchen wir die Arbeitssituation jedes einzelnen unseres Berufsstandes zu verbessern. Wir pflegen regen Kontakt zu anderen Berufsgruppenvertretungen im Gesundheitswesen und zu den gewerblichen Masseuren, sowie zu den Kammern.

 Wir arbeiten mit der größten privaten Gesundheitsorganisation Österreichs, dem österreichischen Kneippbund eng zusammen und haben einen besonderen Zugang zu einem Medium wie der Zeitung: „Kneipp bewegt“ und dem „Heilmasseur“ um wichtige Meldungen weiterzugeben.

 Wir freuen uns über jeden der uns unterstützt, um das Bewusstsein der Med. MasseureInnen und HeilmasseureInnen zu stärken und Gesetze und Kollektivverträge umzusetzen und um die Schlagkraft der ALLER zu stärken. 

Kneipp macht (mit uns) Schule!
„Das funktioniert ja wirklich!“, ist ein Satz den wir in unserer Schule häufig hören wenn wir unseren Klassen den Kneippgedanken und die damit einhergehenden Hydro- und Thermotherapien beibringen.
Als renommierte, zertifizierte Massageschule bilden wir Medizinische Masseure und Heilmasseure aus, und haben zusätzlich zum umfangreichen Ausbildungsinhalt aus Anatomie,  Pathologie  und den vielen verschiedenen Massage- und Therapietechniken noch einen weiteren Schwerpunkt gesetzt:
 Den Schülern Kneipp als funktionierende, einfache und tolle Therapieergänzung vorzustellen.
Die verschiedenen Anwendungsarten aus der Familie der Kneipptherapien sind für jede Heilmasseurpraxis eine wertvolle Ergänzung und finden auch in Kurzentren und Krankenanstalten ihren Platz.
Nicht nur zur Vorsorge sind Wickel, Güsse, Packungen & Co von therapeutischer Bedeutung, auch als unterstützende und verstärkende Therapiebegleitung finden sie Anwendung bei den verschiedensten Krankheitsbildern.
Unsere Schule hat es sich zum Ziel gemacht diesen wunderbaren und effektvollen „Kneippgedanken“ weiterzutragen und vielen, vor allem jungen Menschen weiterzugeben und näherzubringen.
Im medizinischen Unterricht erlernen sie Zusammenhänge des Nervensystems und Körper-mechanismen,  die die Wirkung der einzelnen Therapien wissenschaftlich erklären.
Im praktischen Unterricht werden Güsse, Bäder, Wickel & Co gezeigt und geübt.
Im Bereich Kneipp, Hydro– und Thermotherapie bieten wir folgende Lernmöglichkeiten:
· Hydrotherapiekurse
· Praktische Kneippanwendung im Rahmen von  uns begleiteten Sportveranstaltungen
· Thermotherapieausbildung im Rahmen der medizinischen Masseurausbildung
· Einsatzmöglichkeiten der Kneipptherapien in der eigenen Praxis im Rahmen der Heilmasseurausbildung
Mit lieben Grüßen Sigrun      
(Lehrbeauftragte Heilmasseurin Sigrun Unterköfler)

Heilende Hände mit heilendem Wissen sinnvoller nutzen
Massage ist viel mehr als lediglich eine  Muskel-(Hand)arbeit, währenddessen der Masseur mit seinen Gedanken ganz wo anderes schwebt.
Die Zeiten sind vorbei, in welchen die Masseure nur die Muskulatur kneteten, ohne sich dabei den Kopf zu zerbrechen, welche Ursachen zu den Beschwerdesymptomen führten, welche Kombinationen an Massagemethoden den besten Erfolg bringen, welche Körperteile zu behandeln sind, welche Neben- oder Folgesymptome damit verbunden sind und wann die Notwendigkeit einer Untersuchung durch einen Arzt gegeben ist.
In der MAZ- Schule bilden wir die Heilmasseure so aus, dass sie in der Lage sind, sich eigene individuelle  Therapieschemata  auszudenken und zu praktizieren. Im MAZ wird versucht, den angehenden Heilmasseuren  ein präziseres Wissen über Anatomie, Physiologie und  Pathologie mit allen Quer- und Wechselbeziehungen der Organsysteme und des Bewegungsapparates mit dem Ziel zu vermitteln, die Symptome den Ursachen zuordnen zu können und die Krankheit nicht nur symptomorientiert, sondern auch ursachenbezogen zu behandeln. Genau deswegen reicht es nicht, ein Masseur mit Zauberhänden zu sein, sondern bedarf es auch eines wissenden und denkenden Kopfes.
Auch in der Öffentlichkeit soll das Ansehen und das Erkennen der Bedeutung der Massage verbessert und auch vertieft werden. Ein Masseur ist über das heilende Massieren hinaus imstande, chronische und/oder funktionelle Organerkrankungen  langfristig zu behandeln  oder diesen vorzubeugen und eine Dysbalance im vegetativen Nervensystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen, was ein zunehmendes Problem unserer Leistungsgesellschaft ist und wodurch eine bessere Lebensqualität des Patienten erreicht werden kann.
Sehr gute Ergebnisse erzielt man auch durch besondere Spezialisierungen wie z. B. Frauenheilmassage, Kopfschmerzen unterschiedlicher Genese oder  Wirbelsäulensymptomatik jeglicher Art. Dabei kann der Heilmasseur je nach Art der Erkrankung eine Kombination von mehreren Massagearten zusammenstellen und nach diesem Grundkonzept die Patienten unter Erkennen und Beachtung des individuellen Zustandes  behandeln. Somit  kann man ständig durch Evaluierung des Massageeffekts und Massageerfolgs den Therapieplan verbessern, erweitern und anpassen.
Ich wünsche allen Heilmasseuren  bei ihren Bemühungen der Gestaltung eigener Therapiekonzepte auf Basis des Gelernten viel Erfolg und dankbare, glückliche Patienten. Euer Beruf ist zurzeit  gefragter und bedeutender denn je.
Mit liebe Grüßen, Eure Sevil   
(Dr. Sevil Hamed Hashemi, „Ärztliche und wissenschaftliche Leiterin der Schule“, Kneippärztin; Akupunkturärztin)

50 Jahre ÖVHB

Fünfzig Jahre bestehen – ein halbes Jahrhundert – ein beeindruckendes Jubiläum gilt es zu zelebrieren. Denn seit fünfzig Jahren arbeitet unser Verband im Interesse unserer Heilmasseurinnen bzw. Heilmasseure und med. Kneipp Bademeisterinnen bzw. -Bademeister. Der Verband setzt sich dabei nicht nur für eine gute Ausbildung auf Bundesebene ein, sondern auch für eine entsprechende Positionierung unseres Berufes und unserer Berufung in der Öffentlichkeit. Seit der Gründung wurde er stets von den engagierten Mitgliedern am Leben und aktiv gehalten. Schon in der Gründungszeit des Verbandes waren im Sanitätshilfsdienst- Gesetz die Aufgaben der Masseure und Bademeister geregelt. Damals wie heute legt der Verband großes Augenmerk darauf, die Ausbildung mit möglichst relevanten und aktuellen Inhalten zu füllen. Mittlerweile jedoch unterstützt er die Masseure

nicht nur bei der Verbesserung sondern engagiert sich auch in der für Masseure relevanten Gesetzesgestaltung sowie für eine Verbesserung der Arbeitssituation. Aufgrund der erfolgreichen Arbeit in diesem umfangreichen Tätigkeitsbereich konnte der Verband u.a. erreichen, dass ein neues Gesetz für den Medizinischen Masseur und Heilmasseur (MMHmG) erlassen wurde, welches nunmehr seit 2003 alle „Staatlich geprüften Heilbademeister und Heilmasseure“ legalisiert. Bei unserer Arbeit pflegen wir auch gute Kontakte zu anderen Berufsgruppenvertretungen im Gesundheitswesen, den gewerblichen Masseuren sowie den Kammern und unseren Partnervereinen in Deutschland. Der Verband betreibt heute ein eigenes Aus- und Weiterbildungszentrum für Medizinische Masseurinnen bzw. Medizinische Masseure und Heilmasseurinnen bzw. Heilmasseure und ist auch in vielen Gremien vertreten, um für diese Berufsgruppen alles in die richtigen Richtungen zu bewegen. Die Ausbildungsstätte des ÖVHB bietet viele Möglichkeiten, einen attraktiven Beruf auf höchstem Niveau zu erlernen. Medizinische Masseure sind sowohl in Kuranstalten als auch in Krankenhäusern und Physikalischen Instituten gesuchtes Personal, sodass Absolventen mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt von der Ausbildung in den Beruf wechseln können. Seit 2000 gibt es die Broschüre „Der Heilmasseur“, in der über Neuigkeiten und die Ausbildungsangebote informiert wird. Diese Informationen finden Sie außerdem auch im Internet unter www. kneippakademie.at. “ zu erfahren sein wird.

Ihre  HM Ulrike Herzig

Umsatzsteuerbefreiung für Heilmasseure


 Liebe Kollegen und liebe Kolleginnen

Auch die Geschichte der Medizinischen Masseure und Heilmasseure zeigt, dass die Selbstbestimmung gelungen ist und wir uns große Freiräume geschaffen haben. Daher ist die Stellung, sowie der Stellenwert der Medizinischen Masseure, wie auch der Heilmasseure in der Gesellschaft heute sehr gut.

Nur die Bezahlung  der angestellten Medizinischen Masseure, sowie die finanzielle Vergütung bei Patienten, lässt bei weitem noch riesengroße Verluste erkennen. So muss sich heute ein Medizinischer Masseur noch immer mit Pfusch nach der Arbeit seine Existenzgrundlage erarbeiten.

Da sollten wir alle mehr Selbstbewusstsein beim Fordern um gerechte Entlohnung zeigen, da wir wissen, dass es in Zukunft gibt es eine „Medizinische Masseurnot“ bei den Kurhäusern und Instituten gibt. Ein Kurhaus ohne Masseure ist  kein Kurhaus!

Eines ist für die Heilmasseure schon erreicht:

„Unechte Mehrwertsteuerbefreiung Heilmasseure“ zu Ihrer Information und Kenntnis.

Anbei der novellierte Gesetzestext des § 6 Abs 1 Z 19 UStG, wodurch nunmehr Heilmasseure unecht steuerbefreit sind. Das Bundesgesetzblatt wurde mit 14.12.2012 veröffentlicht, die Regelung tritt daher mit 15.12.2012 in Kraft

BUNDESGESETZBLATT  FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2012 Ausgegeben am 14. Dezember 2012 Teil I 112. Bundesgesetz: Abgabenänderungsgesetz 2012 – AbgÄG 2012

Artikel 5

Änderung des Umsatzsteuergesetzes 1994

Das Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 53/2012, wird wie folgt geändert:

6. § 6 Abs. 1 Z 19 lautet:

„19. die Umsätze aus Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, die im Rahmen der Tätigkeit als Arzt, Zahnarzt, Dentist, Psychotherapeut, Hebamme sowie als freiberuflich Tätiger im Sinne des § 35 Abs. 1 Z 1 in Verbindung mit § 11 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, BGBl. I Nr. 108/1997, des § 7 Abs. 1 in Verbindung mit § 1 Z 1 bis 7 des MTD-Gesetzes, BGBl. Nr. 460/1992 sowie § 45 Z 1 in Verbindung mit § 29 des Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetzes, BGBl. I Nr. 169/2002, durchgeführt werden; steuerfrei sind auch die sonstigen Leistungen von Gemeinschaften, deren Mitglieder Angehörige der oben bezeichneten Berufe sind, gegenüber ihren Mitgliedern, soweit diese Leistungen unmittelbar zur Ausführung der nach dieser Bestimmung steuerfreien Umsätze verwendet werden und soweit die Gemeinschaften von ihren Mitgliedern lediglich die genaue Erstattung des jeweiligen Anteils an den gemeinsamen Kosten fordern;“

Daraus resultiert, dass jede Anordnung von einem Arzt (braucht nicht von der Kassa bewilligt werden, sollte der Patient keine Rückvergütung in Anspruch nehmen) mir Umsätze aus Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin bringt.

In diesem Sinne, hoffen wir für unsere Berufsgruppe noch viel zu erreichen Ihre Uli Herzig